Desks Professional und höher oder Dock Plus
Dieser Artikel ist ein Transparenzüberblick über deskbird Intelligence: welche Daten genutzt werden, woher sie stammen, was mit ihnen passiert und welche Optionen du steuerst. Er richtet sich an alle, die deskbird Intelligence zum ersten Mal bewerten, auch an Rechts-, Datenschutz- und Betriebsratsprüfer. Der Artikel dient der Information und beschreibt das Produkt mit Stand September 2026; vertragliche Bedingungen richten sich nach eurem Vertrag mit deskbird und dem deskbird Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Die vollständige Compliance-Dokumentation findest du im deskbird Trust Center.
- Was deskbird Intelligence ist
- So funktioniert die Erkennung, Schritt für Schritt
- Die Daten im Detail
- Was nie erfasst wird
- Was mit den Daten passiert: Verarbeitung, Speicherung und Sicherheit
- Deine Optionen: die zwei Privatsphäre-Modi mit Vor- und Nachteilen
- Was du beeinflussen und steuern kannst
- Bereitstellung: was nötig ist und was Mitarbeitende bemerken
- FAQs
1. Was deskbird Intelligence ist
deskbird ist eine All-in-one-Plattform für das Workplace Management (Schreibtisch- und Raumbuchung, Arbeitsplanung, Analysen), die von mehr als 10.000 Workplace-Teams genutzt wird. deskbird Intelligence ist die Analyse-Ebene der Plattform: Sie misst, wie Büros, Stockwerke, Bereiche und Schreibtische tatsächlich genutzt werden, damit Workplace- und Immobilienteams Flächenentscheidungen auf Basis von Fakten statt Schätzungen treffen können.
Es wird keine Hardware benötigt: keine Sensoren, keine Kameras, keine Badge-Integration. Stattdessen erkennt eine schlanke Desktop-Anwendung namens deskbird Dock (unter 5 MB, läuft im Hintergrund) zwei Dinge auf einem Firmenlaptop: ob das Gerät mit einem registrierten Büronetzwerk verbunden ist und ob es an einen registrierten Büromonitor angeschlossen ist. Aus diesen beiden Signalen berechnet deskbird Belegungsanalysen auf Ebene von Büro, Stockwerk/Bereich und Schreibtisch.
💡 Das Designprinzip: Flächen, nicht Personen. deskbird Intelligence misst, wie Fläche genutzt wird, nie, wer sich wo aufhält. Je nach gewähltem Privatsphäre-Modus (Abschnitt 6) kann das System vollständig anonym arbeiten, ganz ohne deskbird Benutzerkonten und ohne jede persönliche Identität in den Daten.
2. So funktioniert die Erkennung, Schritt für Schritt
- Installieren: Deine IT stellt deskbird Dock auf den Firmenlaptops bereit, in der Regel still per MDM (Intune, SCCM, Jamf). Mitarbeitende müssen nichts tun.
- Lokal erkennen: Dock stellt ausschließlich auf dem Gerät fest, mit welchem Netzwerk der Laptop verbunden ist und welcher Monitor angeschlossen ist.
- Lokal filtern: Die Erkennungen werden mit den konfigurierten Büroregeln abgeglichen. Kein Treffer (zum Beispiel WLAN zu Hause): Die Daten werden auf dem Gerät verworfen und nichts wird gesendet.
- Bei Treffer übertragen: Nur Erkennungen, die zu einem registrierten Büronetzwerk passen, werden verschlüsselt an das EU-Backend von deskbird übertragen.
- Analysieren: Aus den Signalen entstehen aggregierte Belegungs-Dashboards: Anwesenheit, Auslastung von Stockwerken und Bereichen, Schreibtischnutzung, gebucht im Vergleich zu genutzt.
⚠️ Zwei Regeln gelten ausnahmslos: Erstens: Passt ein erkanntes Netzwerk zu keiner konfigurierten Büroregel, wird nichts übertragen; Netzwerke zu Hause und öffentliche Netzwerke verlassen nie das Gerät. Zweitens: Monitordaten werden überhaupt nur verarbeitet, wenn zuvor ein Büronetzwerk erkannt wurde; außerhalb des Büronetzwerks verlassen Monitorinformationen nie das Gerät.
Daten werden übertragen, wenn eine relevante Änderung der Umgebung erkannt wird (Verbinden, Andocken, Trennen), sowie über regelmäßige Heartbeats, die bestätigen, dass ein Arbeitsplatz noch genutzt wird. Die Erkennung auf Schreibtischebene beruht auf einer Zuordnung von Monitoren zu Schreibtischen, die eure Admins steuern: Ein Monitor identifiziert nur dann einen Schreibtisch, wenn die Seriennummer dieses Monitors im Gebäudeplan mit diesem Schreibtisch verknüpft wurde.
3. Die Daten im Detail
Es gibt drei Datenkategorien. Jedes Feld ist unten aufgeführt; weitere Kategorien gibt es nicht.
A. Netzwerkdaten: werden nur übertragen, wenn das Gerät mit einem registrierten Büronetzwerk verbunden ist.
| Datenpunkt | Was es ist | Beispiel | Wofür es benötigt wird |
|---|---|---|---|
| SSID | Name des WLAN-Netzwerks | Corp-Main-5GHz |
Erkennen, um welches Büronetzwerk es sich handelt |
| BSSID | MAC-Adresse des Access Points | 00:1A:2B:3C:4D:5E |
Den konkreten Access Point erkennen |
| Gateway-MAC | MAC-Adresse des Routers / Standard-Gateways | 00:11:22:33:44:55 |
Die Netzwerkinfrastruktur des Büros erkennen |
| Subnetz(e) | IP-Subnetz(e), in dem/denen sich das Gerät befindet | 192.168.10.0/24 |
Den Abgleich mit dem Büronetzwerk prüfen |
| Öffentliche IP | IP-Adresse, wie sie die deskbird Server sehen | 203.0.113.42 |
Den Bürostandort erkennen (bei Büros, die über die öffentliche IP registriert sind) |
| Zeitstempel | Zeitpunkt der Erkennung | 2026-09-22T09:15:30Z |
Zeitliche Belegungsanalysen |
B. Monitordaten: werden nur im Büronetzwerk und bei angedocktem Gerät übertragen.
| Datenpunkt | Was es ist | Beispiel | Wofür es benötigt wird |
|---|---|---|---|
| Seriennummer des Monitors | Kennung des physischen Monitors | ABC123XYZ |
Über eure Zuordnung erkennen, um welchen Schreibtisch es sich handelt |
| Produktcode des Monitors | Produkt-ID des Herstellers | DEF456 |
Das Monitormodell erkennen |
| Hersteller-ID | OEM-Kennung | GHI789 |
Den Monitorhersteller erkennen |
| Zugeordnete Schreibtisch-ID | Mit welchem Schreibtisch der Monitor verknüpft ist | desk-floor2-a15 |
Anzeigen, welcher Schreibtisch belegt ist |
| Zeitstempel | Zeitpunkt der Erkennung | 2026-09-22T09:15:30Z |
Belegungsanalysen |
C. System- und Sitzungsdaten
| Datenpunkt | Was es ist | Zweck |
|---|---|---|
| Geräte-ID | Kennung des Laptops, die erfasst wird, wenn ein Büronetzwerk erkannt wird. Sie wird nie rotiert. Im Modus „Anonym“ kann sie für eine vollständige Anonymisierung komplett deaktiviert werden (Abschnitt 6). | Dasselbe Gerät über die Zeit wiedererkennen, für Belegungstrends |
| Sitzungs-ID | Rollierende Sitzungskennung, die in einem konfigurierbaren Intervall rotiert wird | Zusammengehörige Erkennungen zu Sitzungen bündeln; die Rotation begrenzt die Verknüpfbarkeit über die Zeit |
| Rotationszeitraum | Wie oft Sitzungskennungen rotiert werden, in beiden Privatsphäre-Modi: täglich, wöchentlich (Standard) oder monatlich | Anonymisierung über Zeiträume hinweg |
⚠️ Identität der Mitarbeitenden: Im Modus „Anonym“ sind keine deskbird Benutzerkonten erforderlich und in den Daten existiert keine Benutzeridentität. Bei eigenständigen Bereitstellungen von deskbird Intelligence wird überhaupt keine Benutzerkennung an die Belegungsanalysen gesendet, selbst wenn ein Konto existiert. Nur im Modus „User authentifiziert“ (eine bewusste Entscheidung, siehe Abschnitt 6) werden Besuche mit deskbird Konten verknüpft, um Buchungsautomationen und Funktionen auf Benutzerebene zu ermöglichen.
4. Was nie erfasst wird
In keinem Modus erfasst:
- Name, E-Mail-Adresse oder Identität der Mitarbeitenden (im Modus „Anonym“)
- Browserverlauf oder App-Nutzung
- GPS- oder geografische Standortdaten
- Persönliche Dateien, Dokumente oder Bildschirminhalte
- Tastatur- oder Mausaktivität
- Kamera, Mikrofon oder biometrische Daten jeglicher Art
- WLAN-Netzwerke zu Hause oder Daten privater Geräte
Warum das technisch gilt: Dock kann keine Dateien lesen, keine Bildschirminhalte aufzeichnen und keine Eingaben protokollieren; es liest nur Netzwerkkennungen und Hardwarekennungen von Monitoren. Unter macOS erfordert das Auslesen von WLAN-SSID/BSSID die Berechtigung für die Ortungsdienste des Betriebssystems. deskbird nutzt sie ausschließlich, um den Netzwerknamen zu lesen; es werden keine geografischen Koordinaten erfasst oder übertragen. Wird die Berechtigung verweigert, arbeitet Dock einfach ohne Netzwerkerkennung.
5. Was mit den Daten passiert: Verarbeitung, Speicherung und Sicherheit
| Zweck der Verarbeitung | Erstellung von Belegungsanalysen: Büroanwesenheit, Auslastung von Stockwerken und Bereichen, Schreibtischnutzung, Anwesenheitsdauer sowie der Vergleich von gebuchten mit tatsächlich genutzten Flächen. Im Modus „User authentifiziert“ zusätzlich: Buchungsautomationen (automatischer Check-in, Erstellung von Buchungen, Tausch von Buchungen). Die Daten werden für keinen anderen Zweck verwendet, nicht verkauft und nicht mit anderen Kunden geteilt. |
| Form der Ergebnisse | Aggregierte Dashboards und Berichte auf Ebene von Büro, Stockwerk/Bereich und Schreibtisch. Die Berichte sind auf Flächen ausgerichtet, nicht auf Einzelpersonen. |
| Aufbewahrung | Im Modus „User authentifiziert“ werden personenbezogene Daten nach demselben Zeitplan anonymisiert wie mit eurem unternehmensweiten Anonymisierungszeitraum (standardmäßig 180 Tage): Nutzungsdaten bleiben auswertbar, sind aber keinen Einzelpersonen mehr zugeordnet. Für deskbird Intelligence gibt es keine separate Aufbewahrungseinstellung. Im Modus „Anonym“ gibt es keine personenbezogenen Daten, die aufbewahrt werden könnten. |
| Verschlüsselung | Bei der Übertragung: TLS 1.2 oder 1.3. Im Ruhezustand: AES-256. |
| Hosting | Google Cloud Platform, Region europe-west3 (Frankfurt, Deutschland). Die Daten verlassen die EU nicht. Einziger Endpunkt: api.deskbird.com (HTTPS, Port 443). |
| Zertifizierungen | ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert; DSGVO-auditiert. Die vollständige, aktuelle Dokumentation (Unterauftragsverarbeiter, AVV, Auditberichte) findest du im deskbird Trust Center. |
| Integrität der Client-Software | Windows-Artefakte sind per Authenticode signiert (deskbird GmbH), über den hardwaregestützten Signaturdienst von Microsoft; macOS-Artefakte sind mit einer Developer ID signiert, von Apple notarisiert und laufen in der Hardened Runtime von Apple. Manipulierte Artefakte bestehen die Signaturprüfung nicht und werden nicht ausgeführt. |
6. Deine Optionen: die zwei Privatsphäre-Modi mit Vor- und Nachteilen
Der Privatsphäre-Modus ist eine einzige Admin-Einstellung, die festlegt, ob überhaupt eine persönliche Identität in den Daten existiert. Beide Optionen:
| Modus | So funktioniert es | Was du bekommst | Abwägungen und Voraussetzungen |
|---|---|---|---|
|
User authentifiziert Standard bei kombinierten Setups aus Buchung + Intelligence |
Anwesenheitsereignisse werden mit dem deskbird Konto der Mitarbeitenden verknüpft (über die MDM-Identität oder die Anmeldung in der Dock App). | Voller Funktionsumfang: Analysen auf Benutzerebene, Compliance-Berichte und alle Buchungsautomationen (automatischer Check-in, automatische Buchung, Schreibtischtausch). Mitarbeitende müssen nicht mehr manuell einchecken. | Es existieren personenbezogene Daten (abgemildert durch den Anonymisierungszeitraum eures Unternehmens). Alle Mitarbeitenden benötigen ein deskbird Konto. Erfordert in DACH in der Regel eine Abstimmung mit dem Betriebsrat. |
|
Anonym Standard bei reinen Intelligence-Setups; die häufigste Wahl |
Geräte werden über eine pseudonyme Geräte-ID erfasst; Sitzungskennungen rotieren in einem konfigurierbaren Intervall (siehe unten). Die Geräte-ID selbst wird nie rotiert. Namen erscheinen nie, weder in der Oberfläche noch in Exporten. Es sind keine deskbird Konten nötig und Mitarbeitende melden sich nicht bei Dock an: deskbird kennt das Unternehmen, aber nicht die Person. | Vollständige Belegungsanalysen und Trends; aggregierte Häufigkeitsberichte (zum Beispiel: „Erreichen wir 3 Bürotage pro Woche?“); optionale Segmentierung nach Abteilung über Verzeichnisattribute, ohne Personen offenzulegen. | Keine Funktionen auf Einzelebene: keine Buchungsautomationen, keine Berichte auf Benutzerebene. Ein Gerät (keine Person) kann über Rotationszeiträume hinweg wiedererkennbar sein, was manche Betriebsräte prüfen möchten; beide Einstellungen unten verschärfen das weiter. Je nach Paket kann der Modus „Anonym“ ein Upgrade erfordern. |
Einstellungen für Kennungen: zwei Konfigurationseinstellungen im Backend. Admins können keine der beiden Einstellungen in der Web-App ändern; wende dich für eine Änderung an deinen Customer Success Manager oder den deskbird Support.
- Rotation der Sitzungs-ID (beide Modi). Sitzungskennungen rotieren immer, in beiden Privatsphäre-Modi, in einem konfigurierbaren Intervall: täglich, wöchentlich oder monatlich. Standard ist wöchentlich. Kürzere Intervalle verringern die Verknüpfbarkeit über die Zeit; bei täglicher Rotation ist eine tagesübergreifende Verknüpfung von Sitzungen technisch unmöglich.
-
Geräte-ID komplett deaktivieren (nur Modus „Anonym“) (
noDeviceId: true). Die Geräte-ID wird nie rotiert. Für eine vollständige Anonymisierung kann die dauerhafte Gerätekennung komplett abgeschaltet werden, sodass keinerlei stabile Kennung in den Daten verbleibt. Die reine Belegungsmessung bleibt erhalten (wie voll das Büro ist, welche Stockwerke und Schreibtische wann genutzt werden); Trendanalysen auf Geräteebene über Zeiträume hinweg sind dann bewusst nicht mehr möglich.
⚠️ Der Moduswechsel ist bewusst schützend gestaltet: Ein Wechsel von „User authentifiziert“ zu „Anonym“ anonymisiert alle historischen Ereignisse unwiderruflich: Belegungsdaten bleiben erhalten, alle benutzerbezogenen Informationen werden entfernt, und vor der Änderung wird eine Warnung zur Bestätigung angezeigt. Ein Wechsel von „Anonym“ zu „User authentifiziert“ identifiziert nichts rückwirkend: Daten aus dem anonymen Zeitraum bleiben für immer anonym.
Wo du den Modus einstellst und was jeder Modus in deskbird Dock ermöglicht, erfährst du unter Privatsphäre-Modi und Datenverarbeitung für deskbird Dock.
7. Was du beeinflussen und steuern kannst
Jedes relevante Verhalten des Systems liegt in deiner Hand. Die vollständige Liste:
| Einstellung | Was sie bewirkt | Standard |
|---|---|---|
| Privatsphäre-Modus | Wählt „User authentifiziert“ oder „Anonym“. Ein Dropdown unter Admin > deskbird Intelligence > Privatsphäre. | Authentifiziert (kombiniert) / Anonym (eigenständig) |
| Regeln für das Büronetzwerk | Du legst pro Büro fest, welche Netzwerke als „das Büro“ gelten: SSID, Access Point (BSSID), Gateway-MAC, Subnetze oder öffentliche IP. Nur Erkennungen, die zu diesen Regeln passen, werden überhaupt übertragen. Siehe Einrichten der Büroerkennung und Netzwerkkonfiguration für deskbird Dock. | Leer bis zur Konfiguration: keine Regeln, keine Daten |
| Zuordnung von Monitoren zu Schreibtischen | Du entscheidest, welche Monitore im Gebäudeplan welchen Schreibtischen zugeordnet werden. Nicht zugeordnete Monitore identifizieren keinen Schreibtisch. (Manche ältere Monitore ohne eindeutige Kennung können nicht zugeordnet werden.) Siehe Ressourcenerkennung. | Leer bis zur Konfiguration |
| Rotation der Kennungen | Wie oft Sitzungskennungen rotiert werden, in beiden Privatsphäre-Modi: täglich, wöchentlich oder monatlich. Im Modus „Anonym“ kann die Geräte-ID zusätzlich für eine vollständige Anonymisierung komplett deaktiviert werden. Beides ist eine Backend-Konfiguration: Eine Änderung beantragst du über deinen Customer Success Manager oder den deskbird Support. | Wöchentliche Rotation; Geräte-ID aktiv |
| Buchungsautomationen (nur im authentifizierten Modus) | Ein einziger Schalter unter Admin > Schreibtische, Parkplätze & Sonstige: Buchungseinstellungen > Automatisierte Buchungen schaltet alle Buchungsautomationen gemeinsam ein oder aus: Planungsstatus automatisch auf „Büro“ setzen, automatischer Check-in bestehender Buchungen, automatisches Erstellen von Buchungen beim Andocken, automatischer Tausch, wenn jemand einen anderen Schreibtisch nutzt. Die Erkennung kann auch mit ausgeschalteten Automationen laufen. Siehe Wie deskbird Dock Anwesenheit erkennt und Buchungsautomationen ausführt. | Ein (ein Schalter für alle) |
| Verzeichnisattribute (anonymer Modus) | Optional werden Organisationsattribute (zum Beispiel die Abteilung) aus eurem Verzeichnis für die Segmentierung der Analysen synchronisiert, ohne eine Person offenzulegen. | Aus bis zur Konfiguration |
| Anonymisierungszeitraum (authentifizierter Modus) | Personenbezogene Daten werden nach eurem unternehmensweiten Anonymisierungszeitraum anonymisiert, also derselben Einstellung, die für eure übrigen deskbird Daten gilt. Aggregierte Nutzungsdaten bleiben erhalten. Für deskbird Intelligence gibt es keine separate Aufbewahrungseinstellung. | 180 Tage |
| Umfang des Rollouts | Über die Zuweisung in deinem MDM entscheidest du, welche Geräte Dock überhaupt erhalten: ein Pilot-Stockwerk, ein Büro oder die gesamte Geräteflotte. | Deine MDM-Richtlinie |
| Deinstallation | Das Entfernen von Dock (manuell oder per MDM) entfernt die Anwendung; unter Windows wird auch der Autostart-Eintrag entfernt. Einige lokale Daten bleiben bewusst auf dem Gerät: Anmeldedaten und die Geräte-ID im macOS-Schlüsselbund bzw. in der Windows-Anmeldeinformationsverwaltung, einige Einstellungsdateien und Logs. Unter macOS bleibt außerdem der Launch Agent erhalten, der Dock bei der Anmeldung startet. Die Geräte-ID bleibt erhalten, damit ein neu installiertes Gerät als dasselbe Gerät erkannt wird; ist die Geräte-ID abgeschaltet, wird keine gespeichert. Im Modus „User authentifiziert“ entfernt eine Abmeldung von Dock vor der Deinstallation die gespeicherten Anmeldedaten. Die Schritte zum Entfernen pro Plattform findest du unter deskbird Dock: Fehlerbehebung, Support & FAQ. | n. v. |
8. Bereitstellung: was nötig ist und was Mitarbeitende bemerken
Drei Optionen für den Rollout:
- MDM (empfohlen bei großer Geräteanzahl): .msi für Windows (Intune, SCCM, …), notarisierte .dmg für macOS (Jamf, …). Stille Installation, keine Admin-Abfragen für Nutzer, dein MDM steuert Autostart und Updates. Siehe Bereitstellung von deskbird Dock über Microsoft Intune.
- Installer mit automatischen Updates: Nutzer installieren einmal (.exe / .pkg); Updates werden still eingespielt. Gut geeignet für Pilotprojekte.
- Manueller Installer: klassische .exe / .pkg, Updates werden auf demselben Weg ausgeliefert. Erfordert lokale Adminrechte, wie jeder Installer für das gesamte Gerät.
Empfohlener Weg: IT-Test mit eurer Sicherheitsprüfung, dann eine MDM-Pilotgruppe, dann der unternehmensweite Rollout.
Was Mitarbeitende bemerken:
- Bei Bereitstellung per MDM nichts zu installieren oder zu konfigurieren; keine neue App, die man lernen muss.
- Der laufende Betrieb erfordert keine erhöhten Berechtigungen; der Speicherbedarf liegt unter 5 MB.
- Unter macOS eine einmalige Abfrage für die Ortungsdienste (per MDM-Profil still vorab genehmigbar), die nur zum Lesen des WLAN-Namens dient, nie für Koordinaten.
- Unter Windows überhaupt keine Berechtigungsabfragen zur Laufzeit.
- In kombinierten Setups mit aktiven Automationen: weniger manuelle Schritte (Check-ins erfolgen automatisch).
9. FAQs
Die Fragen, die Rechts- und Betriebsratsprüfer zuerst stellen:
Das hängt vollständig vom gewählten Modus und seiner Konfiguration ab.
- Anonym: Es wird keine Person identifiziert und Namen existieren in den Daten nie. Eine pseudonyme Geräte-ID ermöglicht Trends, Sitzungskennungen rotieren in einem konfigurierbaren Intervall (täglich, standardmäßig wöchentlich, oder monatlich), und die Geräte-ID kann für eine vollständige Anonymisierung komplett deaktiviert werden. In dieser strengsten Konfiguration ist eine tagesübergreifende Verknüpfung von Besuchen technisch unmöglich, auch für deskbird.
- User authentifiziert: Ja, so ist es vorgesehen. Besuche werden mit Konten verknüpft, um Automationen und Funktionen auf Benutzerebene zu ermöglichen, abgemildert durch den Anonymisierungszeitraum eures Unternehmens.
Der Modus ist eure Entscheidung, und die strengste Konfiguration ist echt und wird vollständig unterstützt.
Nein. Erkennungen werden lokal mit euren Regeln für das Büronetzwerk abgeglichen. Ein Netzwerk, das zu keiner Regel passt (WLAN zu Hause, Café, Hotspot), wird auf dem Gerät verworfen; es wird nichts übertragen. Monitordaten setzen zusätzlich voraus, dass zuvor ein Büronetzwerk erkannt wurde, daher wird ein Monitor zu Hause nie verarbeitet.
In der Google Cloud in Frankfurt, Deutschland (europe-west3), verschlüsselt bei der Übertragung (TLS 1.2/1.3) und im Ruhezustand (AES-256). Der Zugriff unterliegt den nach ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifizierten Kontrollen von deskbird; eure Daten werden nie mit anderen Kunden geteilt oder für einen anderen Zweck als die Bereitstellung des Dienstes verwendet. Die Liste der Unterauftragsverarbeiter und die Auditdokumentation findest du im deskbird Trust Center.
In der Regel drei Dinge: den gewählten Privatsphäre-Modus (Abschnitt 6), die vollständige Datenliste (Abschnitt 3) und den Anonymisierungszeitraum. Viele Kunden in DACH entscheiden sich für den Modus „Anonym“, der keine Mitarbeiterkonten erfordert und keine Namen enthält. Organisationen mit aktiven Betriebsräten können den Modus „Anonym“ weiter verschärfen, mit täglicher Rotation der Kennungen oder durch komplettes Deaktivieren der Geräte-ID; dann ist selbst eine tagesübergreifende Verknüpfung auf Geräteebene unmöglich. deskbird unterstützt Betriebsratsprüfungen auf Anfrage mit Dokumentation.
Ja. Der Umfang des Rollouts wird über euer MDM gesteuert (ein einzelnes Pilot-Stockwerk ist ein üblicher Start), Buchungsautomationen lassen sich mit einem einzigen Schalter ausschalten, und der Privatsphäre-Modus kann später geändert werden. Bei Wechseln ist das System bewusst zurückhaltend: Ein Wechsel von authentifiziert zu anonym anonymisiert den Verlauf unwiderruflich, und ein Wechsel von anonym zu authentifiziert identifiziert vergangene Daten nie rückwirkend.
Die Deinstallation von Dock (manuell oder per MDM) entfernt die Anwendung. Einige lokale Daten bleiben bewusst auf dem Gerät: Anmeldedaten, die Geräte-ID, Einstellungsdateien und Logs sowie unter macOS der Launch Agent (siehe Abschnitt 7). Die vertragliche Datenlöschung beim Offboarding richtet sich nach eurem Vertrag und dem AVV.
Zusammenfassung für Erstleser. deskbird Intelligence misst, wie Büroflächen genutzt werden, und nutzt dafür nur zwei Signale von Firmenlaptops: die Verbindung mit Büronetzwerken, die ihr registriert habt, und die Verbindung mit Büromonitoren, die ihr zugeordnet habt. Alles Weitere, von der Frage, ob überhaupt eine persönliche Identität in den Daten existiert, über die Frage, welche Netzwerke zählen, bis hin zur Aufbewahrungsdauer personenbezogener Daten, ist eure Konfigurationsentscheidung, mit einer vollständig anonymen Option, die den Anforderungen von Betriebsräten gerecht wird. Die Daten werden in der EU gehostet, sind verschlüsselt und nach ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert.
Kontakt: dein deskbird Account-Team. Trust Center und Compliance-Dokumentation sind auf Anfrage und unter deskbird.com/security verfügbar. Dieser Überblick dient der Information; maßgeblich sind der Vertrag und der Auftragsverarbeitungsvertrag.